Einen spannenden Spielverlauf und einen völlig unerwarteten Ausgang gab es zwischen dem Tabellenzweiten KSV Ottendorf-Okrilla und dem Tabellenletzten Weiß-Rot Königsbrück. KSV-Trainer Jürgen Baß meinte vor dem Derby: „Mit einem Erfolg können wir an den Radebergern dranbleiben und die Aufstiegsfrage auf den letzten Spieltag verlegen.“ Und Königsbrücks Teamchef Ronny Böhme sagte: „Nur ein Sieg erhält uns überhaupt noch eine Chance, dem Abstieg zu entgehen.“ Diese Konstellation ließen diese Partie zu einem Schmankerl für die Kegelfans werden. Hatten anfangs die Einheimischen etwas die Nase vorn (Norman Baß 916, Sören Krönert 888), so trumpften im Mittelpart unerwartet die Königsbrücker auf. Jürgen Baß: „Ein unerwarteter Schwachpunkt waren bei uns die 850 Zähler von Nils Pollack. Hier war bei besserer Konzentration einfach mehr möglich.“ So führten die Königsbrücker vor den Schlussstartern und das versprach Spannung pur. Die Ottendorfer André Baß (Tagesbestleistung 916) und André Stübner (883) nahmen die Verkürzung des Rückstandes in Angriff. Doch Detlef Anders (862) und Steffen Eckardt (893) wehrten sich vehement und konnten letztlich dem Druck widerstehen. Die Überraschung war perfekt, die favorisierten Gastgeber kassierten mit 5317:5331 Kegeln die erste Saisonniederlage auf heimischer Bahn. Doch die Freude bei den Königsbrückern währte nicht lange. Der Erfolg von Lok Hoyerswerda gegen ESKA Chemnitz zerstörte alle Träume vom machbaren Klassenverbleib.