Der Druck ist zu groß

Mit viel Ehrgeiz und sich selbst wohl zu sehr unter Druck setzend, ging danach der Radeberger Mittelpart auf die Bahn. Markus Starzetz brachte es nach anfänglichen Schwierigkeiten noch auf gute 878 Kegel. Doch René Jeschke erlebte nach bisher hervorragendem Saisonverlauf einen rabenschwarzen Tag. Gemeinsam mit dem zum Schlussdurchgang noch eingewechselten jungen Toni Hannusch kamen nur magere 772 Zähler zustande. „Diese Niederlage nehme ich voll auf meine Kappe“, übte er nach Spielschluss Selbstkritik. „Die Motivation war hoch und das war wohl der Fehler.“ Die Rand-Leipziger nutzten das zur klaren Führung. (Sascha Sadowski 903, Marcus Bösewetter 838).

Die Radeberger Schlussstarter gaben sich trotz großen Rückstandes nicht geschlagen und versuchten tatsächlich, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch am Ende nach einem großen Kampf leider vergebens. Oliver Gärtner erreichte den Radeberger Bestwert mit 918 Kegeln, Jörg Bergmann kam nur auf für ihn schwache 863 Zähler. „Es war mehr drin. Die Vollen waren heute das Problem, beim Abräumen lief es glänzend“, kommentierte er sein Resultat. Die Gäste wurden unter Druck gesetzt, zeigten Wirkung, konnten aber den Erfolg nach Hause bringen (Mario Böhme 840, Ralf Eckstein 877). „Die Gesamtleistung gibt uns Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf mit dem Ziel Klassenerhalt“, sagte Radebergs Fan und Ex-Kegelchef Peter Gerlach. „Die Niederlage wirft uns nicht um, denn Reserven sind bei jedem Akteur unseres Teams noch drin.“