Bericht aus der Sächsischen Zeitung vom 27.03.2017 
von Jochen Kassmann

Am Wochenende ging die Saison zu Ende. Die Bierstädter haben das letzte Spiel beim Deutschen Meister Deutzen knapp verloren.

Kegeln, Bundesliga Männer. Die Deutsche Meisterschaft über 200 Wurf der Männer endete am vergangenen Wochenende für die Bierstädter mit einer knappen 5391 : 5414-Niederlage beim favorisierten SV Blau-Weiß Deutzen, der neuer Titelträger geworden ist. Trotzdem herrschte Freude beim Radeberger SV, denn mit der erreichten Bronzemedaille hinter dem punktgleichen Magdeburger SV 90 hat das Team die Saisonerwartungen weit übertroffen. Der aus gesundheitlichen Gründen nicht einsatzfähige Teamchef Michael Gärtner meinte nach dem letzten Punktspiel: „Klar war noch der zweite Rang drin, aber im Finale dieses kämpferisch stark geführten Spieles war einfach nicht mehr drin. So entschieden die kleinen Punkte über die Medaillenvergabe.“

Deutzen mit dem besseren Start

Die Einheimischen übernahmen von Spielbeginn an das Zepter auf der Bahn (Poschanke 920, Zirzlaff 907) und brachten – den Erwartungen entsprechend – ihr Team in Führung. Dabei enttäuschten die Gäste aus der Bierstadt keineswegs. So ragte Sven Kadur mit 914 Kegeln heraus und René Jeschke kam auf 858 Holz. Ähnlich lief es dann im Mitteldurchgang. Hier glänzte der junge Toni Hannusch mit 901 Kegeln und Ersatzstarter Jörg Baumann erspielte sich 863 Zähler. Das nutzten die Gastgeber (Hendel 897, Trinks 903), um ihren Vorsprung weiter zu erhöhen.

Ein ruhiges Schlummerstündchen konnten die Deutzener (Gebert 936, Sauerbrey 851) zum Schluss aber nicht absolvieren, denn dafür erwiesen sich die RSV-Schlussstarter als viel zu stark. Sie wollten tatsächlich noch die Wende in der Partie schaffen. Das gelang ihnen zwar nicht, aber sie verabschiedeten sich mit der ausgezeichneten Tagesbestleistung von 953 Kegeln durch Jörg Bergmann. Oliver Gärtner überbot mit 902 Holz auch noch die 900-Punkte-Grenze.